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Universität Potsdam: Zwei neue DFG-Graduiertenkollegs in den Erd- und Umweltwissenschaften

  Mitteilungen

Strukturierte Doktorandenausbildung zu Naturrisiken und Geo-Ressourcen

In den Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam werden zwei neue, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Graduiertenkollegs eingerichtet. Dies gab die DFG am Montag, den 11.5.2015 bekannt. An beiden geförderten Programmen sind Partnereinrichtungen der Geo.X-Koordinationsplattform beteiligt. Die Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden der Universität Potsdam und deren Partner die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Das Graduiertenkolleg „NatRiskChange“ widmet sich der Erforschung von Naturrisiken angesichts der sich wandelnden Bedingungen in Umwelt und Gesellschaft, während im Rahmen von „StRATEGy“ gemeinsam mit deutschen und argentinischen Partnern die Bildungsprozesse von Lagerstätten in Argentinien erforscht werden. 

„Die eingeworbenen Graduiertenkollegs erfüllen gleich mehrere Zielstellungen der Geo.X-Koordinierungsplattform: Eine hochqualifizierte Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, substanzielle Beiträge zu den Geo.X-Forschungsschwerpunkten „Naturgefahren und –risiken“ und „Natürliche Ressourcen und Energierohstoffe“ und Schnittstellen für den inter- und transdisziplinären Dialog wie im Falle des NatRiskChange-Kollegs. Und das StRATEGy-Kolleg festigt auf Jahre die internationalen  Kooperationsbeziehungen zu Argentinien“ sagt Prof. Reinhard Hüttl, Sprecher von Geo.X. „Im Namen der Geo.X-Kooperationsgemeinschaft gratuliere ich den Kolleginnen und Kollegen der Universität Potsdam und deren beteiligten Partnereinrichtungen sehr herzlich zu der verdienten Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Arbeit.“

Die Graduiertenkollegs wurden in der Antragsphase auch von  Geo.X unterstützt.

 

Zum Graduiertenkolleg NatRiskChange:

Naturgefahren sind nicht statisch, denn ihre Intensität und Häufigkeit wandeln sich – ebenso wie die Randbedingungen von Gesellschaft und Umwelt. Dabei hängt die gesellschaftliche Verwundbarkeit gegenüber Naturereignissen von einem gezielten Risikomanagement ab. Das Graduiertenkolleg „Naturgefahren und Risiken in einer Welt im Wandel (NatRiskChange)“ arbeitet auf die Entwicklung von Methoden zur verbesserten Analyse und Quantifizierung des Risikos hin. Der Themenkomplex aus Hydrologie, Geophysik, Meteorologie und Mathematik legt einen Schwerpunkt auf die Analyse, Bewertung und Modellierung von Unsicherheiten, um die komplexe Struktur natürlicher Gefahren besser zu verstehen. Dabei werden die „NatRiskChange“-Partner – Universität Potsdam, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) und Freie Universität Berlin – vom Austausch mit den Universitäten FU Amsterdam und TU Wien sowie mit privaten und öffentlichen Partnern aus dem Bereich der Risikobewertung profitieren.

 

Zum internationalen Graduiertenkolleg „StRATEGy“:

Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der Strukturgeologie, Sedimentologie, Mineralogie/Petrologie und Lagerstättenkunde kooperieren im Internationalen Graduiertenkolleg „Erdoberflächenprozesse, Tektonik und Lagerstätten: Das andine Vorlandbecken von Argentinien“ mit argentinischen Partnern, um klimatische, tektonische und sedimentologische Veränderungen im Vorlandbecken der längsten Gebirgskette der Welt zu analysieren. Hierbei geht das Kolleg beispielsweise Fragen der Bildung von Kohlenwasserstoffen und metallischen Rohstoffen auf unterschiedlichen Zeitskalen nach. Im Rahmen des Graduiertenkollegs werden zwei gleich große Gruppen an Promovenden in Potsdam und Argentinien. Alle Doktoranden belegen nicht nur gemeinsame Kurse und Geländeexkursionen, sondern verbringen auch einen Großteil ihrer Ausbildung im jeweils anderen Land.

Kontakte:

Natural Hazards and Risks in a Changing World („NatRiskChange“)

Prof. Dr. Axel Bronstert,
Institut für Erd- und Umweltwissenschaften
E-Mail: axelbron@uni-potsdam.de

SuRfAce processes, Tectonics and Georesources: The Andean foreland basin of Argentina („StRATEGy“)
Prof. Manfred Strecker, Ph.D.,
Institut für Erd- und Umweltwissenschaften
E-Mail: manfred.strecker@uni-potsdam.de

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