Projekt TIPTIMON
TIPTIMON führt ein Langzeitmonitoring (<10 Ma) von Parametern durch, die Geodynamik und Klimaübergänge in den zentralasiatischen Staaten Kirgistan, Tadschikistan, China und Usbekistan betreffen. Die Resultate werden wesentliche Basisdaten für die Risikobewertung von natürlichen und menschlichen Habitaten liefern. Das Untersuchungsgebiet, weit entfernt von aktiven Plattengrenzen, weist besondere Merkmale für ein geodynamisches und klimatisches Monitoring auf: die tiefste kontinentale Subduktionszone der Erde (Hindu-Kush Zone) und Asiens aktivste intra-kontinentale Subduktionszone außerhalb des Himalaja (Pamir Zone), die große Erdbeben und assoziierte Erschütterungs- und Massenbewegungsrisiken auslösen; extreme topographische Kontraste (Übergang vom Pamir–Tien Shan Hochland zu den Tiefländern der Becken von Tadschikistan und Ferghana); bedeutende Klimaübergänge (von der Westwind- zur Monsunzone und den Wüsten Zentralasiens); stark vergletscherte Hochländer, die bedeutende überregionale Wasserreserven darstellen und denen bedeutende Veränderungen durch die globale Klimaerwärmung bevorstehen.
Gefördert durch das
BMBF Forschungsprogramm WTZ:
„Zentralasien: Monsun-Dynamik und Geoökosysteme“

